Der sanfteste lange Pass unserer Liste: Durchschnittssteigung nur 3,7 % (Nord) und 4 % (Süd), maximal 9 % (Quelle). Ganzjährig offen, ruhiger als die Gotthardachse, führt durch Weiden vorbei am Stausee Sontga Maria.
Verbindet die zwei einfachsten Pässe unserer Liste (max. 6 % und 9 %, Durchschnitt beider höchstens 5,6 %) zu einer Alpenüberquerung von Nord nach Süd. Disentis in der Mitte ist der natürliche Halt für Tanken und Kaffee.
Ergänzt die zwei einfachen Pässe um den Gotthard (max. 9 %, breite, moderne Strasse). Die Hauptpassstrasse nehmen, nicht die gepflästerte Tremola – diese ist schmal, voller Kehren und bei Nässe rutschig. Auf dem Rückweg über Biasca und Airolo gibt es genug Tankstellen.
Zwei breite, ganzjährig offene Hauptstrassen (im Winter Winterausrüstung nötig), auf dem Bernina mit Gletscherblick. Der Julier hat kurze Abschnitte bis 12 %, der Bernina bis 10 %. Die Abfahrt nach Poschiavo ist lang und steiler – auf die Bremsen achten.
Einer der grossen Tage in den Alpen, keine Einsteigertour. Der Umbrail hat rund 33 enge Kehren und bis zu 12 %, danach folgt das Stilfserjoch (Italien). Der Flüela erreicht 14,6 %. Zurück geht es über Livigno durch den einspurigen, gebührenpflichtigen Tunnel Munt la Schera (rund CHF 15–35, wechselseitiger Verkehr). Für zwei Grenzübertritte einen Ausweis mitnehmen.
Ein guter zweiter Schritt: ein Pass auf einer breiten, ganzjährig offenen Hauptstrasse, maximal 11 %. Der Aufstieg ab Chur ist lang (rund 7 % auf 14 km), darum wie publiziert fahren: hinauf ab Tiefencastel und hinunter nach Chur. Zurück durchs Rheintal ohne weiteren Pass.
Der Maloja hat maximal 9 % und ist ganzjährig offen. Die Engadiner Seite ist entlang der Seen fast flach (0,1 % im Schnitt), die Bergeller Seite hat 4,6 % (IAP). Die Kehren unterhalb von Maloja folgen dicht aufeinander, also langsam fahren und in Bondo oder Castasegna umkehren. An Wochenenden viel Verkehr nach Italien.