Der Oberalp hat die tiefste Maximalsteigung aller 16 Pässe unserer Liste (6 %). Die Durchschnittssteigung beträgt 5,6 % (Andermatter Seite) und 4,4 % (Sedruner Seite). Die Strasse ist für Lastwagen bis 18 t gebaut. Sie ist kurz, auf der Passhöhe gibt es Cafés am See, und man kann sie ab Andermatt hin und zurück fahren.
Der sanfteste lange Pass unserer Liste: Durchschnittssteigung nur 3,7 % (Nord) und 4 % (Süd), maximal 9 % (Quelle). Ganzjährig offen, ruhiger als die Gotthardachse, führt durch Weiden vorbei am Stausee Sontga Maria.
Verbindet die zwei einfachsten Pässe unserer Liste (max. 6 % und 9 %, Durchschnitt beider höchstens 5,6 %) zu einer Alpenüberquerung von Nord nach Süd. Disentis in der Mitte ist der natürliche Halt für Tanken und Kaffee.
Eine breite, für Lastwagen gebaute Nationalstrasse, ganzjährig offen, mit langen, gleichmässigen Steigungen (maximal 9 %). Mit Ganterbrücke und Gondoschlucht. Es gibt lange Galerien, also mit Licht und klarem Visier fahren. Brig Simplon Tourismus beschreibt seine Simplon-Rundfahrt als geeignet für Motorradfahrende jeden Niveaus.
Eine Talanfahrt ohne Pass: entlang des Brienzersees nach Meiringen und Innertkirchen, dem Ausgangspunkt von Grimsel und Susten. Ein guter erster Tag, um sich an den Schweizer Verkehr, die Lichtpflicht und die Tempolimiten zu gewöhnen, bevor es bergauf geht. Die klassische Pässerunde von Interlaken Tourismus nutzt dieselbe Anfahrt.
Der Maloja hat maximal 9 % und ist ganzjährig offen. Die Engadiner Seite ist entlang der Seen fast flach (0,1 % im Schnitt), die Bergeller Seite hat 4,6 % (IAP). Die Kehren unterhalb von Maloja folgen dicht aufeinander, also langsam fahren und in Bondo oder Castasegna umkehren. An Wochenenden viel Verkehr nach Italien.
Der einfachste Pass dieser Liste: maximal 6 % (Wikipedia-Liste) und im Schnitt nur 2,8 % bzw. 3,9 % (quaeldich), auf nur 731 m. Eine kurze, offene historische Überquerung über Langenbruck – gut als erster Pass der Saison.
Der Kanton Waadt gibt für den Mollendruz maximal 8 % an. Der Durchschnitt liegt bei 5,4 % und 3,8 %, und die Strasse wird ganzjährig offen gehalten. Hinüber zum Lac de Joux bei Le Pont fahren, dem See entlang bis Le Sentier und auf demselben Weg zurück.
Nichts für den ersten Tag. Alle drei Pässe haben maximal 9–11 % (keiner über 11 %) auf meist breiten oder mittelbreiten Strassen, aber die Runde ist lang (laut Quelle rund 4,5 Std. Fahrzeit) und an Sommerwochenenden sehr stark befahren. Die Furka ist exponiert, der Susten hat unbeleuchtete Tunnels. Am besten an einem Werktagmorgen fahren, nach den einfachen Routen.
Ergänzt die zwei einfachen Pässe um den Gotthard (max. 9 %, breite, moderne Strasse). Die Hauptpassstrasse nehmen, nicht die gepflästerte Tremola – diese ist schmal, voller Kehren und bei Nässe rutschig. Auf dem Rückweg über Biasca und Airolo gibt es genug Tankstellen.
Zwei breite, ganzjährig offene Hauptstrassen (im Winter Winterausrüstung nötig), auf dem Bernina mit Gletscherblick. Der Julier hat kurze Abschnitte bis 12 %, der Bernina bis 10 %. Die Abfahrt nach Poschiavo ist lang und steiler – auf die Bremsen achten.
Nichts für Einsteiger. Der Pragel ist meist einspurig mit Rampen bis 18 %, die Sattelegg erreicht 14 %. Die Glarner Seite des Pragels ist am Samstag und Sonntag für Autos und Motorräder gesperrt, die Runde geht also nur von Montag bis Freitag. Luzern Tourismus warnt zudem vor viel Wochenendverkehr auf der Ibergeregg und auf dem Abschnitt Richisau–Klöntal–Glarus.
Nichts für den ersten Ausflug. Die Panoramastrasse über den Glaubenbielen erreicht 12 % und ist so schmal, dass Cars nur in wechselnden Stundenfenstern fahren. Am Glaubenberg gibt es viele Viehgatter, auf der Obwaldner Seite können Kühe auf der Strasse stehen. Dafür gibt es zwei ruhige Moorlandschafts-Pässe und den Sarnersee in einer Runde.
Eher eine Tour für den zweiten Schritt. Der Brünig ist eine breite Hauptstrasse, hat aber eine Rampe mit 13 % und viel Verkehr. Der Glaubenbielen ist schmal mit bis zu 12 %, und am Schallenberg sind an schönen Wochenenden sehr viele Töffs unterwegs. Der Rückweg entlang Thuner- und Brienzersee ist einfach zu fahren.
Ein langer Tag (225 km) über die Sprachgrenze. Der Jaunpass erreicht 14 %, mit langen Kehren auf der Simmentaler Seite und einer steilen Abfahrt nach Jaun. Mosses (max. 10 %) und Pillon (max. 11 %) sind Kantonshauptstrassen, die der Kanton Waadt ganzjährig offen hält – eine der wenigen Pässerunden, die schon früh oder noch spät in der Saison möglich ist.
Pillon und Mosses sind offene, gut ausgebaute Hauptstrassen (max. 11 % und 10 %). Das Finale über den Col de la Croix ist anders: eine Gemeindestrasse mit bis zu 12 % und rund 1300 Höhenmetern ab Ollon, nur von Mai bis November offen. Im Uhrzeigersinn wie beschrieben fahren oder für einen einfacheren Tag den Croix weglassen.
Zwei steile Voralpenpässe. Der Gurnigel hat oberhalb des Gurnigelbads eine 1,5 km lange Gerade mit bis zu 13 % und ist an sonnigen Wochenenden stark von Autos und Töffs befahren, mit wenig Sicht in der Abfahrt. Der Jaunpass erreicht 14 %. Am besten werktags fahren.
Einer der grossen Tage in den Alpen, keine Einsteigertour. Der Umbrail hat rund 33 enge Kehren und bis zu 12 %, danach folgt das Stilfserjoch (Italien). Der Flüela erreicht 14,6 %. Zurück geht es über Livigno durch den einspurigen, gebührenpflichtigen Tunnel Munt la Schera (rund CHF 15–35, wechselseitiger Verkehr). Für zwei Grenzübertritte einen Ausweis mitnehmen.
Ein guter zweiter Schritt: ein Pass auf einer breiten, ganzjährig offenen Hauptstrasse, maximal 11 %. Der Aufstieg ab Chur ist lang (rund 7 % auf 14 km), darum wie publiziert fahren: hinauf ab Tiefencastel und hinunter nach Chur. Zurück durchs Rheintal ohne weiteren Pass.
Ein langer Tag auf kleinen Strassen. Die Schwägalp erreicht 12 % und ist bei der Säntis-Schwebebahn sehr stark von Töffs besucht. Über den Ricken (Hauptstrasse 8) fahren Lastwagen. Die Balkonstrasse über den Kerenzerberg hoch über dem Walensee ist das ruhige Finale. Die Runde führt durch Liechtenstein, also Ausweis mitnehmen.
Steg im Tösstal → Brunnadern · Vorschlag der Redaktion
Nächster Schritt
Distanz
25 km
Pässe
2
Tanken
3 Stopps
Beste Monate
Apr.–Okt.
Zwei kurze Hügelpässe (je max. 10 %) nahe Zürich, gut zum Üben steilerer Aufstiege und enger Kurven ohne hochalpines Wetter. Beide sind kurz, aber steil: rund 6,5–7 % auf 3 km.
Nur deshalb anspruchsvoll eingestuft, weil eine Quelle dem Col des Rangiers 12 % Maximum gibt. Zwei Velomessungen ergeben nur 8–9,4 %, die Runde fährt sich also eher mittel. Keine Wintersperren – damit ein Saisonstart (laut Quelle März bis Oktober). Kleine Strassen, Wald, ein kurzer Tunnel auf dem Passwang und 500 Höhenmeter hinunter zum Doubs bei Goumois.
Zwei Jurapässe mit maximal 10–11 %. Die Vue des Alpes ist eine frühere Hauptstrasse, dank dem A20-Tunnel heute ruhig. Die Chasseral-Strasse ab Nods ist schmal und steil (rund 7,7 % auf 8 km), mit offenen Weiden und Alpenblick. Sie ist im Winter gesperrt.
Der Weissenstein ist eine der steilsten Strassen der Schweiz, mit bis zu 22 % und auf beiden Seiten über 10 % im Schnitt. Erst fahren, wenn Anfahren am Berg und sehr langsame Kehren am steilen Hang sicher sitzen. An Sonn- und Feiertagen gilt von 09.00 bis 16.00 Uhr ein Fahrverbot für Motorfahrzeuge, und im Winter wird die Strasse nicht geräumt.
Der Marchairuz erreicht 14 % (Kanton Waadt) im Wald. Der Rückweg über den Mollendruz ist einfach (max. 8 %). Beide Strassen werden ganzjährig offen gehalten. Das Seeufer zwischen Le Brassus und Le Pont ist flach.
Zwei mittlere Pässe: die Forclaz (max. 8 %, aber ab Martigny durchgehend 7,9 % auf 13 km) und die Schweizer Seite des Grossen St. Bernhard (max. 11 %, nur 7 km ab Bourg-St-Pierre). Beim Hospiz umkehren oder mit Ausweis nach Italien weiterfahren. Die Passstrasse über den Grossen St. Bernhard schliesst als erste, schon Mitte Oktober.
Nur deshalb mittel eingestuft, weil es keine verlässliche Maximalsteigung gibt. In Wirklichkeit eine ernsthafte Strasse: rund 1700 Höhenmeter, die letzten rund 10 km einspurig und ein etwa 800 m langer Felstunnel kurz vor der Passhöhe, den Fahrer als schwach beleuchtet beschreiben. Wenig Verkehr, weil Sackgasse – es gibt keine Durchfahrt nach Gsteig.
Kein hoher Pass, nur der tiefe Monte Ceneri (554 m) in weiten Bögen. Diese Strasse ist stark befahren, die Herausforderung liegt also eher im Verkehr und in den Seeorten als in der Steigung. Gut für früh oder spät in der Saison, wenn die Alpenpässe noch zu sind.
Nichts für Einsteiger. Die Strasse steigt ab Vira 1189 Höhenmeter mit 9,5 % im Schnitt, maximal 12 %, und ist oft einspurig. Nach der italienischen Grenze wird der Belag schlechter. Dafür gibt es den Blick über den Lago Maggiore und wenig Verkehr.
Fahren in der Schweiz
Vignette, Tempolimits, Vortritt fürs Postauto und Notrufnummern. Klar erklärt, jede Regel mit offizieller Quelle.